• Natrium-Testanlagen für IFTM- und Brennstoffhandhabungsmechanismus-Prüfungen • Dichtungsschutzsysteme in Testkreisläufen für flüssigmetallgekühlte Reaktoren • Thermische Konditionierung von natriumexponierten mechanischen Baugruppen • Argonbasierte Heiz-/Kühlsysteme für nukleare F&E-Labore • Kontrolliertes Inertgas-Temperaturmanagement in Heißzellenumgebungen • Prüfung von Hochtemperatur-Bewegungssystemen unter Niederdruck-Argon • Dichtungs- und Schnittstellenschutz bei thermischen Dauerlauftests • Spezialisierte Qualifizierungsprüfstände für nukleare Hilfssysteme
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Einleitung In Flüssignatrium-Umgebungen ist „Temperaturregelung“ kein Komfortmerkmal — sie ist der Unterschied zwischen einem reibungslos funktionierenden Mechanismus und einem blockierten System. Während der Natriumtests der IFTM (Inclined Fuel Transfer Machine) werden die Bauteile oberhalb der Dachplatte beheizt, damit sich kein festes Natrium auf den Schienen bildet und die freie Bewegung des Mechanismus gewährleistet bleibt. Gleichzeitig müssen temperaturempfindliche Bereiche (insbesondere Dichtungen) kühl gehalten werden, um die Dichtintegrität zu schützen und thermische Schäden zu vermeiden. Das ist die entscheidende Anforderung: Ein integriertes System muss kontinuierlich zwei gegensätzliche thermische Zustände bereitstellen — heißes, inertes Argon zur Beheizung und konditioniertes, kühles Argon zum Schutz der Dichtungen — und dabei sicher, vorhersehbar und reproduzierbar in einer Testanlage arbeiten. Das Argon-Heiz- und Kühlsystem von NEOMETRIX ist genau für diese Aufgabe ausgelegt: ein geschlossener, instrumentierter und verriegelter Thermokonditionierungskreislauf, der natriumexponierte Mechanismen beheizt und gleichzeitig Dichtungen sowie Schnittstellen durch kontrollierte Kühlung schützt. 1) Was das System ist Das Argon-Heiz- und Kühlsystem ist eine integrierte Anlage bestehend aus: ● Einem Heißargon-Umlaufkreislauf zur Aufrechterhaltung von Argon bei ~200 °C und zur Beheizung der IFTM-Komponenten (Heißargonversorgung für kontrollierte Erwärmung). ● Einem Kaltargonsystem zur Kühlung von Dichtungen und empfindlichen Komponenten (typische Kühlziele ≤45 °C), einschließlich Kaltargon-Einspeisung zur Verhinderung des Eindringens von heißem Gas in Dichtbereiche. ● Puffertanks (heiß und kalt) zur Druckstabilisierung und zur Gewährleistung eines zuverlässigen Betriebs unter Niederdruckbedingungen. ● Argon-Luft-Kühlern und dedizierten Kühlluftgebläsen zur zuverlässigen Wärmeabfuhr aus den zirkulierenden Argonströmen. ● Einer Dampf-Falle in der Rücklaufleitung zur Abscheidung von Natriumdampf, der aus natriumnahen Bereichen mit dem Argon zurückgeführt wird. ● Mess- und Regeltechnik, Steuerlogik, Freigaben, Alarmen und Verriegelungen für einen automatisierten, testbereiten Betrieb (einschließlich Integration in MCC/Schalttafel). 2) Warum es kritisch ist (Technischer Zweck) A) Verhinderung der Natriumverfestigung und Bewegungsverlust Der Heizkreislauf stellt sicher, dass kritische mechanische Schnittstellen frei von festen Natriumablagerungen bleiben. Die Temperaturhaltung verhindert das Erstarren von Natrium auf den Schienen und ermöglicht die freie Bewegung an der Schnittstelle zwischen Behälter und Schienen. B) Schutz von Dichtungen, die keine hohen Temperaturen vertragen Aufblasbare Dichtungen und Dichtbereiche der Kettenradwelle erfordern Kühlung, da sie keine hohen Temperaturen tolerieren. Die Einspeisung von kaltem Argon verhindert, dass heißes Argon die Dichtstellen erreicht, schützt die Dichtleistung und reduziert kostspielige sowie komplexe Dichtungswechsel. C) Aufrechterhaltung eines stabilen Betriebs unter kontrolliertem Niederdruck Das System ist für den Betrieb unter kontrolliertem niedrigem Überdruck ausgelegt; daher sind stabile Druckregelung, Puffervolumen und leckdichter Betrieb entscheidend für eine reproduzierbare thermische Leistung. D) Kontrolle des Kontaminationsrisikos Eine Natriumdampf-Falle im Rücklauf verhindert das Mitführen von Natriumdampf in rezirkulierende Aggregate, reduziert das Kontaminationsrisiko und schützt nachgeschaltete Komponenten. 3) Systemarchitektur – Überblick (Funktionsweise) 3.1 Heißargon-Heizkreislauf — Funktionsbeschreibung Grundprinzip: Argon wird in einem geschlossenen Kreislauf umgewälzt, in einem elektrisch beheizten Durchfluss-Heizbehälter erwärmt, zum Mechanismus geleitet und anschließend vor der Rezirkulation wieder abgekühlt. 1. Pufferung & Druckstabilität: Der Heißpuffertank stellt Gasvolumen und Druckstabilität bereit; bei Bedarf wird Zusatzargon eingespeist, um den Soll-Druck aufrechtzuerhalten. 2. Umlaufgebläse sorgt für Durchfluss: Ein dediziertes Heißargon-Gebläse gewährleistet die kontinuierliche Zirkulation durch Heizer, Versorgungsleitung und Rücklauf. 3. Separater Kaltabzweig (Dichtungsschutz): Ein kleiner konditionierter Teilstrom wird in den Ringspalt zwischen Leckschutzzelle und Stütztisch eingespeist, um das Eindringen von Heißargon in Dichtbereiche zu verhindern. 4. Elektrischer Heizbehälter erhöht Argon auf ~200 °C: Mehrstufige elektrische Heizelemente ermöglichen kontrolliertes Aufheizen und stabile Bereitstellung von Heißargon. 5. Wärmeübertragung an IFTM-Teile + Erwärmung des Kettenradbereichs: Heißargon liefert kontrollierte Wärme an IFTM-Bauteile; ein geringer Teilstrom kann gezielt lokale Bereiche wie Kettenradzonen versorgen. 6. Rücklauf → Dampf-Falle → Kühler → zurück auf ~45 °C: Das rückgeführte Argon passiert die Dampf-Falle und anschließend einen Argon-Luft-Kühler zur Temperaturabsenkung vor der erneuten Zirkulation. 3.2 Argon-Kühlkreislauf — Funktionsbeschreibung Grundprinzip: Ein separater Kaltargon-Kreislauf stellt stabiles Niedertemperatur-Argon für Dichtungen und andere empfindliche Schnittstellen bereit. ● Redundante Kaltargon-Umlaufgebläse (Betrieb + Standby) für hohe Verfügbarkeit des Dichtungsschutzes. ● Kaltpuffertank zur Druckstabilisierung und Bereitstellung von Gasvolumen. ● Argon-Luft-Kühler und dediziertes Kühlluftgebläse zur Wärmeabfuhr und Aufrechterhaltung der erforderlichen niedrigen Temperaturen. ● Kaltargon-Einspeiseanordnung zur Verhinderung der Migration von Heißgas in aufblasbare Dichtbereiche. 4) Mess-, Steuerphilosophie und Verriegelungen 4.1 Temperaturmessung & geschlossene Regelkreise ● Temperaturanzeige und Alarme am Ein- und Austritt von Heizer und Kühler. ● Temperaturüberwachung an kritischen Prozesspunkten (z. B. RSL-Austritt, Dichtungs-Ein-/Austritt) mit definierten Alarmgrenzen. ● Leistungsmodulation des Heizers zur Einhaltung der Austrittstemperatur; Schutzabschaltungen bei Übertemperaturbedingungen. 4.2 Druckmessung & Druckregelung ● Drucktransmitter/-anzeigen an Puffertanks mit gestuften Hoch-/Niedrigalarmen. ● Automatische Nachspeise-/Entlüftungsregelung über Stellventile zur Aufrechterhaltung des Solldrucks. 4.3 Durchflussmessung & Schutzverriegelungen ● Durchflussmessung in kritischen Leitungen (z. B. Heizerdurchfluss) mit Niedrigdurchfluss-Alarmen. ● Heizer-Abschaltung bei geringem Argondurchfluss zum Schutz der Heizelemente und zur Gewährleistung eines sicheren Betriebs. 4.4 Gebläsezustandsüberwachung und Freigaben ● Differenzdruckanzeige über Argon- und Kühlluftgebläsen zur Bestätigung der ordnungsgemäßen Funktion. ● Freigaben stellen sicher, dass die Argonzirkulation nur erlaubt ist, wenn die Kühlluftgebläse in Betrieb sind. 4.5 Systemweite Verriegelungen (typisch) ● Start des Argon-Umlaufgebläses nur zulässig, wenn das Kühlluftgebläse läuft (stellt ausreichende Wärmeabfuhr sicher). ● Heizer-Abschaltung bei Niedrigdurchfluss, hoher Austrittstemperatur und/oder Gebläseausfall. ● Automatischer Start des Standby-Kühlluftgebläses bei Ausfall des Betriebsgebläses (falls konfiguriert). 5) Hauptkomponenten (Schlüsselfertiges, ausgelegtes System) 5.1 Komponenten des Heizsystems ● Heißargon-Umlaufgebläse ● Heißargon-Heizbehälter (~12,5 kW, Mehrbank-Ausführung) ● Heißargon-Puffertank (~3 m³) ● Heißargon-Luftkühler (~8 kW) mit Kühlluftgebläse ● Natriumdampf-Falle 5.2 Komponenten des Kühlsystems ● Kaltargon-Umlaufgebläse (2× für Redundanz) ● Kaltargon-Puffertank (~2 m³) ● Kaltargon-Luftkühler (~1 kW) mit Kühlluftgebläse ● Kaltargon-Einspeiseverteilung zu dichtungssensiblen Bereichen 5.3 Gemeinsame Komponenten und typische Ausführung ● Argon-Rohrleitungen aus Kohlenstoffstahl (typischerweise 4 Zoll), geeignet für isolierte Heißleitungen sowie kontrollierte Führung und Ausdehnung. ● Absperrventile (manuell und pneumatisch betätigt) und Klappen zur kontrollierten Verteilung und Isolation. ● Instrumentierungsanschlüsse, Verteiler, Druckentlastungs- und Sicherheitszubehör gemäß Auslegung. 6) Was das System vollumfänglich macht (über die Hardware hinaus) ● End-to-End-Leistungsumfang: Planung & Engineering, Beschaffung, Fertigung, Inspektion, Prüfung, Installation, Inbetriebnahme und Gewährleistungsunterstützung. ● Testspezifische Sicherheitslogik: Verriegelungen und Abschaltungen zur Vermeidung unsicherer thermischer Zustände und zum Schutz kostenintensiver Komponenten. ● Betriebstransparenz: Umfassende Instrumentierung für Temperatur, Druck, Durchfluss und Gebläsezustand zur Unterstützung reproduzierbarer und auditierbarer Testläufe. 7) Typische Betriebssequenz 1. Start der Kühlluftgebläse und Überprüfung der Freigaben für eine sichere Wärmeabfuhr. 2. Stabilisierung des Systemdrucks über Puffertankregelung und Nachspeise-/Entlüftungsventile. 3. Start der Argon-Umlaufgebläse und Bestätigung stabiler Zirkulation sowie Differenzdruckanzeigen. 4. Hochfahren der Heizleistung unter geschlossener Temperaturregelung zur Bereitstellung von Heißargon (~200 °C). 5. Aufrechterhaltung des Dichtungsschutzes über den Kaltargon-Kreislauf und/oder Kaltargon-Einspeisung zur Verhinderung der Migration von Heißgas in Dichtbereiche. 6. Kontinuierlicher Betrieb mit Alarmen, Abschaltungen und automatischer Umschaltung auf Standby (falls konfiguriert), um Verfügbarkeit und Anlagenschutz sicherzustellen. 8) Technische Spezifikationen