• Überholungs- und Abnahmeprüfung von hydraulischen Bremssätteln für Schienenfahrzeuge in Depotwerkstätten. • Leckdichtheits- und Druckintegritätsprüfung nach Reparatur oder Dichtungswechsel am Bremssattel. • Verifizierung der Klemmkraft zur Sicherstellung der Einhaltung von Flottensicherheitsanforderungen. • Prüfung des Anlege- und Löseverhaltens zur Erkennung von Schleifen, klemmenden Kolben oder träger Reaktion. • Routinemäßige Qualitätssicherungsprüfungen für Metro-, Hauptstrecken- und Stadtbahn-Bremsinstandhaltung. • Fehlerdiagnose und Störungsanalyse bei ungleichmäßigem Bremsen oder intermittierenden Bremssattelausfällen. • End-of-Line-Prüfung für überholte oder neu gefertigte hydraulische Bremssättel.
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Einleitung Bremssättel von Schienenfahrzeugen sind sicherheitskritische Aktuatoren. Sie müssen die erforderliche Klemmkraft bei Bedarf erzeugen, diese Kraft ohne Druckabfall halten und sauber lösen, damit das Fahrzeug ohne Schleifen wieder in Betrieb gehen kann. Kleine Defekte – interne Dichtungsumgehung, Mikroleckagen, eingeschlossene Luft, klemmende Kolben, inkonsistenter Kraftaufbau oder verzögertes Lösen – können zu ungleichmäßigem Bremsen, Überhitzung, beschleunigtem Belag-/Scheibenverschleiß, Flachstellen an Rädern, Fehlabschaltungen und einer verringerten Bremsreserve über einen gesamten Zugverband hinweg führen. In der Instandhaltung besteht das Risiko nicht nur im Versagen im Betrieb, sondern auch darin, eine Einheit aufgrund subjektiver Prüfungen statt messbarer Leistungsdaten als „bestanden“ zu bewerten. Der Reibungsbremsen-Prüfstand beseitigt diese Unsicherheit, indem er eine kontrollierte, instrumentierte und wiederholbare Plattform zur Validierung von Bremssätteln in Werkstatt- oder Depotumgebungen bereitstellt. Er kombiniert einen steifen, geschützten Prüfrahmen, ein integriertes Hydraulikaggregat, präzise Druck- und Kraftmessung sowie softwaregestützte Automatisierung, um rückverfolgbare Gut/Schlecht-Ergebnisse mit aufgezeichneten Prüfdaten und professionellen Berichten zu liefern. Das Ergebnis ist ein standardisierter Prüfablauf, der die Sicherheit erhöht, die Konsistenz zwischen Bedienern verbessert und Nacharbeit sowie Gewährleistungsrisiken reduziert. Was der Prüfstand testet 1) Druckintegrität und Leckdichtheit (statische Halteprüfungen) Leckagen in Bremssätteln sind nicht immer offensichtlich. Externe Leckagen können sichtbar sein, interne Leckagen (Dichtungsumgehung) können jedoch unbemerkt die wirksame Klemmkraft reduzieren und während Haltephasen zu Druckabfall führen. Der Prüfstand unterstützt eine strukturierte Leckdichtheitsprüfung durch: • Druckrampe bis zum Sollwert (ein- oder mehrstufig) • Stabilisierungsfenster (zum Ausgleich von Temperatur- und Elastizitätseffekten) • Zeitgesteuerte Druckhaltephase mit messbaren Kriterien (Druckabfallrate, zulässiger Abfall oder Gut/Schlecht-Band) • Wiederholbare Haltezyklen auf mehreren Druckniveaus zur Erkennung nichtlinearer Leckverhalten 2) Verifizierter Druck an der Prüfeinheit (UUT) Die ausschließliche Orientierung an Pumpeneinstellungen oder vorgeschalteten Manometern kann Leitungsverluste, eingeschlossene Luft oder Ventilverhalten verdecken. Das System misst den tatsächlichen Bremssatteldruck mittels Drucksensoren, sodass der Test den realen hydraulischen Zustand am Bremssattel widerspiegelt. 3) Tatsächliche Klemm- / Reaktionskraft (Kraftverifizierung) Ein Bremssattel kann „Druck erreichen“ und dennoch aufgrund von Reibung, Fehlmontage, Kolben-/Dichtungsproblemen oder mechanischem Klemmen die erforderliche Klemmkraft nicht erzeugen. Der Prüfstand misst die Kraft über eine hochbelastbare Kraftmesskette, die entlang des Kolbenkraftpfades ausgerichtet ist. Dies ermöglicht: • Charakterisierung Kraft vs. Druck (erwartete Kennlinie und Werte bei definierten Drücken) • Erkennung von Hysterese zwischen Anlegen und Lösen • Identifikation von Losbrechanomalien (Stick-/Haftverhalten) • Verifizierung, dass die Klemmkraft unter kontrollierten Bedingungen die Abnahmekriterien erfüllt 4) Anlege-/Löseverhalten und dynamische Reaktion Über statische Halteprüfungen hinaus umfasst reales Bremsen Übergänge. Der Prüfstand kann kontrollierte Sequenzen ausführen zur Bewertung von: • Anlegezeit und Kraftaufbauprofil • Löseverhalten (einschließlich Restkraft-/Schleifanzeige) • Wiederholbarkeit über mehrere Zyklen (hilfreich bei intermittierenden Fehlern) • Optional beschleunigten Zyklusroutinen (für Prozessprüfungen oder Fehlerreproduktion) 5) Entlüftung und Luftmanagement Eingeschlossene Luft kann einen Bremssattel „weich“ erscheinen lassen, Kraftmessungen verfälschen und inkonsistente Ergebnisse verursachen. Der Prüfstand verfügt über einen kontrollierten Entlüftungsablauf (manuell unterstützt oder softwaregeführt), sodass der Test von einem bekannten, reproduzierbaren hydraulischen Zustand ausgeht. Unterstützte Bremssatteltypen Hydraulisch betätigte Bremssättel • Kontrollierte Druckbeaufschlagung auf definierte Sollwerte • Leckprüfung während Druckhaltephasen • Klemmkraftverifizierung bei vorgegebenen Drücken • Funktionsprüfungen für Anlegen und Lösen Federspeicherbetätigte / hydraulisch gelöste (fail-safe) Bremssättel Fail-Safe-Konstruktionen benötigen Druck zum Lösen der Bremse; bei Druckverlust legt sie automatisch an. Der Prüfstand unterstützt Prüfroutinen zur Bestätigung von: • Korrektes Löseverhalten bei definierten Lösedrücken • Druckstabilität während Lösehaltephasen • Ordnungsgemäße Rückstell-/Retraktionseigenschaften (Schleif-/Nicht-Schleif-Bewertung) • Reproduzierbare Funktion über mehrere Zyklen Systemarchitektur (für Werkstattzuverlässigkeit ausgelegt) A) Geschützte mechanische Prüfeinheit • Steifer Prüfrahmen zur Aufnahme wiederholter Hochlasten • Transparente Schutzabdeckungen für Sichtbarkeit bei gleichzeitiger Bedienersicherheit • Tropfwanne und leicht zu reinigende Oberflächen für den Depotbetrieb • Ergonomische Spannhöhe und Zugänglichkeit für sicheres Handling B) Integriertes Hydraulikaggregat (Nassbereich) • Einstellbare Druckregelung über den erforderlichen Betriebsbereich • Kontrollierte Niedrigdurchfluss-Druckbeaufschlagung für stabile Haltephasen und sanfte Übergänge • Überdruckschutz und sichere Druckabbau-Strategie • Integration von Speichern (bei Bedarf) zur Unterstützung dynamischer Routinen und schneller Zyklen • Filtration und Kontaminationskontrolle geeignet für präzise Hydraulikkomponenten C) Instrumentierung und Sensorik • Drucksensoren zur genauen Erfassung des UUT-Drucks • Hochkapazitive Kraftsensorik (Wägezelle) ausgerichtet am mechanischen Kraftpfad • Abtastraten geeignet für stationäre Haltephasen und transiente Ereignisse • Unterstützung von Kalibrier-/Verifizierungsabläufen zur langfristigen Sicherstellung der Messgenauigkeit D) Steuerung, DAQ und Software-Automatisierung (Trockenbereich) • PC-basierte Bedienoberfläche mit geführter Prüfausführung • Rezeptgesteuerte Prüfungen (Bremssatteltyp/-modell auswählen → standardisierte Routine starten) • Echtzeitdiagramme für Druck und Kraft mit Live-Gut/Schlecht-Anzeigen • Automatische Datenerfassung und Berichtserstellung (PDF/Druck/Export nach Bedarf) • Erweiterbare Architektur für zusätzliche Vorrichtungen, Sensoren und zukünftige Prüfroutinen Vorrichtungsstrategie (skalierbar für viele Bremssattelmodelle) Bremssättel unterscheiden sich erheblich hinsichtlich Befestigung, Kolbenanordnung, Belagschnittstellen und Kraftpfaden. Der Prüfstand basiert auf einem vorrichtungsgetriebenen Konzept, sodass neue Modelle ohne Neugestaltung der Kernmaschine integriert werden können: • Vorrichtungen positionieren den Bremssattel reproduzierbar und gewährleisten korrekte Ausrichtung • Die Kraftmessung bleibt koaxial zum Kolbenreaktionspfad ausgelegt • Schneller Wechsel unterstützt höhere Durchsätze in Überholungsumgebungen • Vorrichtungssätze können für mehrere OEM-Bremssättel in Metro-, Hauptstrecken- und Stadtbahnbetrieben entwickelt werden Typischer Prüfablauf (aus Bedienersicht) 1. Auswahl des Prüfrezepts (Bremssatteltyp/-modell, Druckstufen, Haltedauer, Abnahmekriterien). 2. Montage des Bremssattels auf der vorgesehenen Vorrichtung und sichere Fixierung. 3. Anschluss der Hydraulikschnittstellen über reproduzierbare Schnellkupplungen. 4. Durchführung des Entlüftungs-/Befüllprogramms zur Entfernung von Luft. 5. Start der automatisierten Prüfsequenz, die Folgendes umfassen kann: ▹ Vor-Druckprüfungen und Sicherheitsvalidierung ▹ Druckrampe und Stabilisierung ▹ Zeitgesteuerte Druckhaltephase (Leck-/Abfallbewertung) ▹ Krafterfassung bei definierten Druckpunkten ▹ Anlege-/Löseübergänge und Wiederholzyklen 6. Erstellung und Speicherung des Berichts mit allen relevanten Werten, Diagrammen, Bedienerdaten, Datum-/Zeitstempeln und Gut/Schlecht-Ergebnis. Was die Berichte typischerweise enthalten • Bremssattel-Identifikationsfelder (Seriennummer, Modell, Depot/Auftrag, Bediener) • Prüfrezept-Parameter (Druckstufen, Haltezeiten, Grenzwerte) • Aufgezeichnete Druck- und Kraftkurven • Zusammenfassungstabelle der wichtigsten Ergebnisse (Maximaldruck, Kraft bei Sollwerten, Abfallrate, Gut/Schlecht) • Abschnitt für Hinweise/Beobachtungen (z. B. sichtbare Leckage, ungewöhnliche Geräusche, Vorrichtungsnotizen) • Optionale Freigabefelder und digitale Archivierungsformate (abhängig vom QA-Workflow) Dies verwandelt die Bremsprüfung von einer „gefühlsbasierten“ Tätigkeit in einen auditierbaren Abnahmeprozess. Sicherheit und risikokontrollierter Betrieb Hydraulische Hochdruckprüfungen sind grundsätzlich gefährlich, wenn sie nicht korrekt ausgelegt sind. Der Prüfstand ist auf Werkstattsicherheitsanforderungen ausgelegt: • Verriegelte Schutzlogik zur Verhinderung unsicherer Druckbeaufschlagung bei geöffneten Zugangstüren • Not-Aus und kontrollierte Druckablass-/Druckentlastungsstrategie • Überdruckschutz durch entsprechend ausgelegte Komponenten und Druckbegrenzungseinrichtungen • Klare Trennung von Nass- und Trockenbereichen zum Schutz von Elektronik und Bedienpersonal • Schlauch- und Kabelmanagement zur Reduzierung von Hänge- und Stolpergefahren sowie für bessere Ordnung • Tropfwanne und saubere Leitungsführung zur Sicherstellung eines sicheren und ordentlichen Bedienbereichs Vorteile in realen Instandhaltungsumgebungen Konsistenz und Wiederholbarkeit • Standardisierte Prüfrezepturen reduzieren Bedienervariabilität • Entlüftungsunterstützung und gemessener Druck/Kraft reduzieren Fehlbestände und Fehlablehnungen Schnellere Fehlerdiagnose • Kraft- und Druckkurven zeigen die Art des Fehlers (Leckage vs. Klemmen vs. Luft vs. Montageproblem) • Wiederholbare Zyklen können intermittierende Probleme reproduzieren Bessere Lebenszyklusergebnisse • Weniger Rückläufer im Betrieb und weniger „zweimal repariert“-Fälle • Stärkere QA-Dokumentation für Audits und Gewährleistungsdiskussionen • Höhere Sicherheit bei der Rückführung sicherheitskritischer Komponenten in den Betrieb Optionen und Erweiterungen (gängige Verbesserungen) • Mehrkanal-Druckmessung für Mehrkreis-Bremssättel • Weg-/Hubmessung zur Bewertung von Kolbenbewegung und Rückstellverhalten • Temperaturüberwachung (nützlich bei langen Haltezeiten oder wiederholten Zyklen) • Barcode-/QR-Scanning zur automatischen Auftragserstellung und Berichtbenennung • Datenbankspeicherung mit Such-/Filterfunktion nach Seriennummer, Datum, Bediener, Gut/Schlecht • Remote-Diagnose-/Supportpaket für Software-Updates und Fehlerbehebung • Erweiterte Druck-/Kraftbereiche für spezielle Bremssättel oder zukünftige Flottenänderungen • Kundenspezifische Berichtsvorlagen abgestimmt auf Ihre internen QA-Formulare Technische Daten (typische Konfiguration — konfigurierbar)