Technische Spezifikationen
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Einführung Der Prüfstand für Kraftstoffinhaltsmesssonden (FCG) ist ein speziell entwickeltes bodengestütztes Testsystem für das Programm des Leichten Kampfhubschraubers (LCH). Eine präzise Kraftstoffmessung ist im militärischen Flugwesen von entscheidender Bedeutung, da Missionen oft hohe Flughöhen, anspruchsvolle Manöver und lange Flugdauern umfassen. Piloten müssen ihren Instrumenten vollständig vertrauen können – und dieses Vertrauen hängt von der Leistung der FCG-Sonden und der zugehörigen Füllstandsschalter in den Kraftstofftanks des Flugzeugs ab. Diese Sonden arbeiten nach dem kapazitiven Prinzip, wobei die Eintauchtiefe in elektrische Signale umgewandelt wird, die vom Kraftstoffmengen-Anzeigesystem (FQIS) verarbeitet werden. Eine fehlerhafte Sonde oder ein defekter Schalter kann zu falschen Kraftstoffanzeigen führen und somit Missionen und Leben gefährden. Dieser Prüfstand dient als Qualitätssicherungssystem, das Vorinstallationsprüfungen, Kalibrierungen und Funktionsüberprüfungen durchführt, um sicherzustellen, dass jede Sonde die strengen Anforderungen von HAL erfüllt, bevor sie in den Flug integriert wird. Systemübersicht Der Prüfstand bietet eine kontrollierte Umgebung, in der FCG-Sonden und Füllstandsschalter unter simulierten Tankbedingungen getestet werden. Er verfügt über einen Nassprüftank aus rostfreiem Edelstahl mit einem transparenten Glas-Pegelrohr und einer Millimeterskala, wodurch eine präzise Korrelation zwischen dem tatsächlichen Kraftstoffstand und dem Ausgangssignal der Sonde ermöglicht wird. Das Ausgangssignal der Sonde wird als Zeitperiodensignal gemessen, protokolliert und in Abhängigkeit von der Flüssigkeitshöhe analysiert, um Linearität, Wiederholbarkeit und Stabilität zu überprüfen. Darüber hinaus überprüft der Prüfstand den Eingangsstromverbrauch, den Isolationswiderstand, die Spannungsfestigkeit und die Schaltpunkte der Pegelschalter. Alle Ergebnisse werden über ein automatisiertes Datenerfassungs- (DAQ) System erfasst und in nachvollziehbaren Prüfberichten zusammengefasst. Funktionsprinzip Das Herzstück des Systems ist der Nassfunktionstest. Die zu prüfende Sonde wird in ein Ersatzflugkraftstoffmedium (z. B. Isopar M oder Isopar K) eingetaucht. Wenn der Flüssigkeitsstand steigt oder fällt, erzeugt die Sonde ein sich änderndes Zeitperiodensignal, das der Kraftstoffhöhe entspricht. Dieses Signal wird mit Mikrosekundenauflösung von einem Periodenzähler gemessen, während der Pegel gleichzeitig über das graduierten Glasrohr verfolgt wird. Der Prüfstand erzeugt so eine Kurve von Zeitperiode gegen Kraftstoffhöhe, die mit den Akzeptanzgrenzen verglichen wird. Der Prozess wird in beide Richtungen wiederholt, um die Hysterese zu berücksichtigen. Parallele Messungen von Stromaufnahme, Schaltvorgängen und Isolationsintegrität vervollständigen den Qualifikationszyklus. Hauptmerkmale • Nassprüfung: Verwendet einen kalibrierten Tank und Ersatzkraftstoff, um reale Tankbedingungen zu simulieren. • Hochauflösende Signalmessung: Erfasst das Ausgangssignal der Sonde als Zeitperiodenvariable mit Mikrosekundenpräzision. • Überprüfung der Pegelschalter: Bestätigt Schalt- und Rückstellpunkte mit Millimetergenauigkeit. • Elektrische Integritätsprüfungen: Beinhaltet Isolationswiderstands- und Spannungsfestigkeitstests. • Automatisierte Datenverarbeitung: DAQ-basiertes System erstellt Echtzeitdiagramme, speichert Ergebnisse und erzeugt PDF-Zertifikate. • Sicherheit und Zuverlässigkeit: Funktionen wie Erdung, Überstromschutz, Auffangwannen und optionaler Explosionsschutz. Technische Spezifikationen