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Fortschrittliche Hydraulikbehälter- und Leistungssysteme für moderne Flugzeuge und Rotorcraft Moderne Flugzeuge und Rotorcraft stützen sich auf äußerst robuste Hydraulikarchitekturen zur Unterstützung kritischer Systeme wie Fahrwerk, Bremsen, Flugsteuerungen und Nebenverbraucher. Zentrale Bestandteile dieser Infrastruktur sind Hydraulikbehälter für Flugzeuge, Hydraulikmodule und selbstdruckaufbauende Leistungssysteme, die für konstante Leistung unter extremen Betriebsbedingungen ausgelegt sind. Hydraulikbehälter- und Modultechnologien Ein Bootstrap-Hydraulikbehälter oder selbstdruckaufbauender Hydraulikbehälter hält einen positiven Druck am Sauganschluss der Hydraulikpumpe des Luftfahrzeugs aufrecht, verhindert Lufteinzug und stellt ein kavitationsfreies Hydrauliksystem sicher. Hubschrauberplattformen nutzen kompakte Hydraulikbehälter, die in das Rotorcraft-Hydrauliksystem integriert sind und einen stabilen Hydraulikfluss bei schnellen Lageänderungen oder Manövern ermöglichen. Moderne Flugzeug-Hydraulikmodule und integrierte Hydraulikbehälter-Verteiler vereinen Filtration, Druckregelung, Temperaturkontrolle und Rücklaufkonditionierung in einer einzigen kompakten Baugruppe. Diese Module bedienen sowohl Nebenhydrauliksysteme als auch Flugsteuerungshydrauliksysteme und erhöhen die Zuverlässigkeit bei gleichzeitiger Reduzierung von Gewicht und Wartungsaufwand. Hydraulikaggregate und Reverse-Intensifier-Technologie Autarke Hydraulikaggregate für Flugzeuge liefern Hydraulikdruck für Bodenbetrieb, Backup-Funktionen und missionsspezifische Betätigung. In bestimmten Konfigurationen ermöglicht ein Reverse-Intensifier-Hydrauliksystem eine effiziente Druckerhöhung für Not- oder Hilfskreise. Rotorcraft verwenden modulare Hubschrauber-Hydrauliksysteme mit redundanter Auslegung, um eine kontinuierliche Unterstützung für Servosteuerungen, Taumelscheibenbetätigung und flugkritische Mechanismen sicherzustellen. Diese Systeme erhalten die Betriebsintegrität selbst bei teilweisen Systemausfällen aufrecht und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur allgemeinen Flugsicherheit.

Integrierter hydraulischer Flugzeugbehälter, Intensivierer- und Steuermodul

About

Der integrierte hydraulische Flugzeugbehälter mit Intensivierer- und Steuermodul ist im Grunde das „hydraulische Gehirn und Herz“ des Hubschraubers und stellt im Hintergrund sicher, dass alles, was als selbstverständlich gilt, im entscheidenden Moment tatsächlich funktioniert. Jede präzise Verstellung des Rotorblattwinkels, jedes sanfte Aus- und Einfahren des Fahrwerks, jede zuverlässige Bremsbetätigung und jede Bewegung der Missionwinde hängt davon ab, dass dieses Modul das System mit sauberer, stabiler und kavitationsfreier Hydraulikleistung versorgt. Anstatt nur ein einfacher Tank zu sein, nutzt es ein intelligentes Reverse-Intensifier-Design, um selbst bei extremen Manövern und Negativ-G-Belastungen etwa 2,5 bar(g) am Pumpeneinlass aufrechtzuerhalten, sodass die Pumpe niemals Luft ansaugt und der Pilot keine schwammige oder verzögerte Steuerreaktion verspürt. Durch die Integration von Behälter, Intensivierer, Druckbegrenzungsventilen, Filtern, Rückschlagventilen sowie der Überwachung von Füllstand, Druck und Temperatur in einem kompakten, luftfahrtgeeigneten Block werden Rohrleitungen, Leckstellen und Wartungsaufwand reduziert – und leise sowie zuverlässig die Sicherheit, Reaktionsfähigkeit und Einsatzbereitschaft des gesamten Flugzeugs gewährleistet.
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Technical Details

Parameter 2,75-L-Modul 4,25-L-Modul
Grundabmessungen 250 × 250 mm 250 × 250 mm
Gesamthöhe 340 mm 470 mm
Trockengewicht ≈ 9 kg ≈ 10 kg
Maximales Flüssigkeitsvolumen 2,75 L 4,25 L
Nenn-Nutzvolumen 2,50 L 4,00 L
Mindest- / Notfallvolumen 1,25 L 1,25 L
Betriebstemperaturbereich −20 °C bis +120 °C −20 °C bis +120 °C
Nennsystemdruck 206 bar 206 bar
Nutzbarer Betriebsdruckbereich 180–220 bar 180–220 bar
Nenn-Saugkammerdruck 2,5 bar(g) 2,5 bar(g)
Prüfdruck – Systemleitungen 310 bar 310 bar
Prüfdruck – Rücklaufleitungen 155 bar 155 bar
Prüfdruck – ND-Behälterkammer 20 bar 20 bar
Berstdruck – Systemleitungen (Auslegung) 525 bar 525 bar
Berstdruck – Rücklaufleitungen (Auslegung) 265 bar 265 bar
Berstdruck – ND-Behälterkammer (Auslegung) 35 bar 35 bar
Nennvolumenstrom durch Druckbegrenzungsventile 25 L/min 25 L/min
Betriebsflüssigkeit MIL-H-5606G Flugzeug-Hydraulikflüssigkeit MIL-H-5606G Flugzeug-Hydraulikflüssigkeit
• Primäre Hydrauliksysteme für die Flugsteuerung auf modernen zweimotorigen Hubschraubern und vergleichbaren Luftfahrzeugen.
• Nebenhydrauliksysteme für:
  ▹ Aus- und Einfahren des Fahrwerks
  ▹ Radbrems- und Feststellbremssysteme
  ▹ Rettungs- und Lastwinden
  ▹ Sonar-/Harpunen- und andere Missionsausrüstungswinden
• Jede Luftfahrtplattform, die einen kompakten, selbstdruckaufbauenden Hydraulikbehälter mit integriertem Intensivierer und Steuerfunktionen erfordert.
   
        

Key Features

  • Selbstdruckaufbauender Reverse-Intensifier-Behälter zur Aufrechterhaltung eines Pumpensaugdrucks von ~2,5 bar(g).
  • Integrierter Verteiler mit Hoch-/Niederdruck-Druckbegrenzungsventilen, Filtern, Rückschlagventilen und Entlüftungseinrichtungen.
  • Differenzialflächen-Intensivierer gewährleistet kavitationsfreien Pumpenbetrieb in allen Fluglagen.
  • Kompaktes Modul in Luftfahrtqualität zur Reduzierung von Rohrleitungen, Leckpfaden und Installationskomplexität.
  • Vollständige Sensorik: Druckaufnehmer, Druckschalter, Temperaturschalter, Füllstandsanzeige, Näherungssensor.
  • Automatische Filterabsperrung mit Verschmutzungsanzeige für wartungsfreundliche Instandhaltung.
  • Schnellkupplungsanschlüsse für Service/Bodenbetrieb ermöglichen schnelles Spülen und den Anschluss von Hydraulikprüfständen.
  • Qualifiziert für raue Umgebungen: Vibration, Schock, extreme Temperaturen, Staub, Vereisung, EMI/EMC.

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Details

1. Einleitung – Warum dieses Modul kritisch ist
In einem modernen Kampf- oder Mehrzweckhubschrauber ist das Hydrauliksystem das Nervensystem des Luftfahrzeugs. Jede Änderung des Hauptrotorblattwinkels, jede Korrektur des Heckrotors, jeder Fahrwerkszyklus, jede Bremsbetätigung und jede Aktivierung von Missionsausrüstung hängt letztlich von einem Faktor ab: einer stabilen, unterbrechungsfreien Versorgung mit hydraulischer Leistung.

Das integrierte hydraulische Flugzeugbehälter-, Intensivierer- und Steuermodul ist die Einheit, die dies sicherstellt. Es speichert nicht nur Hydrauliköl, sondern gewährleistet aktiv, dass die Hydraulikpumpe niemals unterversorgt wird – selbst dann nicht, wenn das Luftfahrzeug in aggressive Nick-, Roll-, Gier- oder Negativ-G-Manöver gezogen wird, bei denen herkömmliche Behälter Luft ansaugen und der Saugdruck zusammenbricht.

Anstelle eines einfachen Tank-und-Filter-Systems handelt es sich bei diesem Modul um einen selbstdruckaufbauenden Reverse-Intensifier-Bootstrap-Behälter, der unabhängig von Fluglage, Flüssigkeitsschwappen oder schnellen Transienten durch Flugsteuerungs- und Nebenverbraucher kontinuierlich etwa 2,5 bar(g) am Pumpensauganschluss aufrechterhält. Ein Abfall des Saugdrucks zeigt sich hier nicht nur als schlechter Messwert – er führt zu Kavitation, verzögerter Aktuatorreaktion, schwammigen Steuerungen und im schlimmsten Fall zum Verlust der Steuerbarkeit.

Durch die Integration von Behälter, Intensivierer, Hoch- und Niederdruck-Druckbegrenzungsventilen, Rückschlagventilen, Filtration, Füllstandserfassung sowie Temperatur- und Drucküberwachung in einem einzigen, luftfahrtgeeigneten Modul werden lange Rohrleitungsführungen und multiple Ausfallstellen eliminiert. Es entsteht ein zentraler, streng kontrollierter Sicherungspunkt für das gesamte Hydrauliksystem moderner Hubschrauber- und Flugzeugplattformen.

2. Systemübersicht und funktionale Rolle
Das integrierte hydraulische Flugzeugbehälter-, Intensivierer- und Steuermodul ist ein kompaktes Hydraulik-Leistungsaufbereitungsmodul, ausgelegt für mehrkreisige Flugzeughydrauliksysteme, typischerweise mit getrennten Flugsteuerungs- und Nebenhydraulikkreisen.

Es werden zwei Hauptbehälterkonfigurationen eingesetzt:
• 2,75-L-Modul – typischerweise für primäre Flugsteuerungssysteme (Haupt- und Heckrotoraktuatoren).
• 4,25-L-Modul – typischerweise für Nebenverbrauchersysteme (Fahrwerk, Radbremsen, Winden, Seilzüge usw.).

Innerhalb einer integrierten Baugruppe vereint das Modul:
• Selbstdruckaufbauenden Bootstrap-Behälter
• Differenzialflächen-Kolbenintensivierer zur Behälterdruckbeaufschlagung
• Hochdruck- und Niederdruck-Druckbegrenzungsventile
• Druck- und Rücklauffilter mit automatischer Absperrung und Verschmutzungsanzeige
• Druckaufnehmer und Druckschalter
• Temperaturschalter zur thermischen Überwachung der Hydraulikflüssigkeit
• Mechanische Füllstandsanzeige und Näherungssensor für Niedrigstand
• Rückschlagventile, Entlüftungsventil sowie Service-/Boden-Schnellkupplungen
• Oberen Verteilerblock als Knotenpunkt für alle Hydraulikanschlüsse
Das Modul ist flanschmontiert auf einer 250 × 250 mm Grundplatte und so ausgelegt, dass es enge Höhen- und Gewichtsvorgaben einhält, wodurch eine direkte Integration in den Hydraulikraum des Luftfahrzeugs möglich ist.

3. Architektur und Hauptbaugruppen
3.1 Selbstdruckaufbauender Bootstrap-Behälter
• Zwei Behältergrößen: 2,75 L und 4,25 L maximales Flüssigkeitsvolumen.
• Nutzvolumen: ca. 2,50 L bzw. 4,00 L, wobei das verbleibende Volumen für thermische Ausdehnung und Notfallreserve vorgesehen ist.
• Vertikal montierter zylindrischer Behälter mit Kühlrippen an der Niederdruckkammer zur verbesserten Wärmeabfuhr im Dauerbetrieb.
• Die interne Geometrie und Anordnung der Füllstandsanzeige sind so ausgelegt, dass Lufteinschlüsse vermieden werden und korrekte Füllstandsanzeigen bei Bodenprüfungen sowie in verschiedenen Fluglagen gewährleistet sind.
• Auf der Niederdruckseite ist ein Luftfilter/Entlüfter vorgesehen, um das Eindringen von Verunreinigungen bei Atmosphärenkontakt zu minimieren.

3.2 Differenzialflächen-Intensiviererbaugruppe
Wesentliche geometrische Kenndaten:
• Kolbendurchmesser Niederdruckseite (D): 180 mm
• Kolbendurchmesser Hochdruckseite (d): 25 mm
• Kolbenstangendurchmesser (Rd): 15,318 mm
• Flächenverhältnis (ND-Seite : HD-Seite): ≈ 82,4 : 1
• Maximaler Hub – Version 2,75 L: ≈ 110 mm (ergibt ~2,75 L max. Volumen, 2,50 L Nennvolumen, 1,25 L Notfallreserve)
• Maximaler Hub – Version 4,25 L: ≈ 168 mm (ergibt ~4,25 L max. Volumen, 4,00 L Nennvolumen, 1,25 L Notfallreserve)

Hochdruckflüssigkeit aus der Pumpe wirkt auf den Kolben mit kleiner Fläche, und diese Kraft wird über die Kolbenstange auf den Kolben mit großer Fläche übertragen, der auf die Behälterflüssigkeit wirkt und so einen stabilen positiven Saugdruck erzeugt.

3.3 Ventil- und Filterverteiler
Der auf dem Behälter montierte Verteiler integriert:
• Hochdruck-Druckbegrenzungsventil (zweistufig, Kartuschenbauart)
  ▹ Öffnet bei ca. 1,25–1,33 × dem nominalen Systemdruck zum Schutz vor Überdruck.
  ▹ Ausgelegt für den vollen Pumpenvolumenstrom (~25 L/min).
• Niederdruck-Überbord-Druckbegrenzungsventil
  ▹ Schützt Behälter und ND-Kammer vor Überdruck infolge Rücklaufblockierung oder thermischer Ausdehnung.
  ▹ Entlüftet zur Atmosphäre bei ca. 4–5 × des normalen Rücklaufdrucks, ebenfalls für vollen Pumpenvolumenstrom.
• Druckfilter (ohne Bypass)
  ▹ In der Systemdruckleitung angeordnet.
  ▹ Automatische Absperrung verhindert das Entleeren des Behälters beim Filterwechsel.
  ▹ Integrierte Verschmutzungsanzeige warnt frühzeitig vor Durchflussbegrenzungen.
• Rücklauffilter (mit Bypass)
  ▹ In der Rücklaufleitung zum Behälter angeordnet.
  ▹ Mit automatischer Absperrung und Verschmutzungsanzeige.
  ▹ Die Bypass-Funktion stellt den Durchfluss auch bei verstopftem Filterelement sicher und signalisiert gleichzeitig den Wartungsbedarf.
• Rückschlagventile
  ▹ In der Pumpendruckleitung (ungefilterter Abzweig) zur Aufrechterhaltung des Drucks auf den Intensivierer und damit der Behälterdruckbeaufschlagung nach Pumpenabschaltung.
  ▹ In der Gehäuse-Entlastungsleitung der Pumpe (mit Filter) zur Steuerung des Rückflusses und zum Schutz der Pumpeninnenteile.

3.4 Sensorik und Instrumentierung
• Druckaufnehmer zur kontinuierlichen Überwachung des Systemdrucks.
• Druckschalter für diskrete Druckalarme und Redundanz.
• Temperaturschalter zum Schutz vor überhöhter Hydraulikflüssigkeitstemperatur.
• Mechanische Füllstandsanzeige, sichtbar bei Inspektionen.
• Näherungssensor für Niedrigfüllstand, typischerweise eingestellt auf:
  ▹ Einschalten einer Warnung bei Volumen < ≈ 1,3 L
  ▹ Ausschalten der Warnung bei Volumen > ≈ 1,5 L
• Sämtliche Leitungen von Sensoren und Schaltern sind in einem einzigen mehrpoligen elektrischen Steckverbinder zusammengeführt, was die Kabelbaumauslegung vereinfacht und Installationsfehler reduziert.

3.5 Hydraulikanschlüsse und Schnittstellen
Der Verteiler stellt typischerweise folgende Anschlüsse bereit:
• PS – Pumpensauganschluss
• PP – Pumpendruckleitung
• PC – Pumpengehäuse-Entlastung
• SP / SR – Service-Druck und Service-Rücklauf zu den Flugzeugaktuatoren
• GP / GR – Boden-Druck und Boden-Rücklauf für Wartungsgeräte
• DP – Ablass- / Überbordanschluss
Service- und Bodenanschlüsse sind mit Schnellkupplungen und Staubschutzkappen ausgestattet und ermöglichen den schnellen Anschluss von Bodenprüfständen, Spülanlagen oder externen Hydraulikaggregaten, ohne die fest installierten Rohrleitungen des Luftfahrzeugs zu beeinträchtigen.

4. Funktionsprinzip – Reverse-Intensifier-Bootstrap
4.1 Normalbetrieb
• Die motorgetriebene Pumpe saugt Hydraulikflüssigkeit über PS aus dem Behälter an, erhöht den Druck auf den nominalen Systemdruck (~206 bar) und versorgt das Flugzeughydrauliksystem über PP.
• Ein Abzweig aus der Hochdruckleitung speist die Hochdruckseite des Intensiviererkolbens.
• Die Kraft auf die kleine Kolbenfläche AHP wird über die Kolbenstange auf die größere Fläche ALP übertragen, die auf die Behälterflüssigkeit wirkt.

Nach dem Pascal’schen Gesetz:

Behälterdruck = Systemdruck × AHP / ALP

Bei einem Flächenverhältnis von etwa 82,4 : 1 ergibt sich:
≈ 2,5 bar = 206 bar × 1/82,4

Diese Konfiguration stellt sicher:
• Die Pumpe sieht jederzeit einen positiven Einlassdruck deutlich oberhalb der Kavitationsgrenze.
• Der Flüssigkeitsdruck auf der Saugseite bleibt über einen breiten Bereich von Aktuatoranforderungen stabil.
• Kein Zusammenbruch des Saugdrucks beim Motorstart, Leerlauf oder bei schnellen Transienten.
• Rückschlagventile können nach dem Abschalten einen Restdruck auf der Intensiviererseite halten und so den Saugdruck für kontrollierte Neustarts bewahren.

4.2 Aggressiver / Negativ-G-Flug
Bei konventionellen, nicht druckbeaufschlagten Behältern können scharfe Manöver oder Negativ-G-Bedingungen dazu führen, dass sich die Flüssigkeit vom Saugpunkt entfernt, was Lufteinzug und Kavitation verursacht. In diesem System steht das gesamte Behältervolumen unter positivem Druck, sodass der Pumpeneinlass selbst bei Flüssigkeitsbewegungen weiterhin etwa ~2,5 bar(g) sieht und das Risiko von Kavitation oder Dampfsperren erheblich reduziert wird.

4.3 Entlüftung und Luftentfernung
• Ein Druck-Entlüftungsventil auf der Niederdruckseite ermöglicht es Technikern, eingeschlossene Luft abzulassen und während der Wartung Flüssigkeitsproben zu entnehmen.
• Zusätzliche Entlüftungsnippel können an lokalen Hochpunkten vorgesehen werden, um eine vollständige Entlüftung der angeschlossenen Rohrleitungen sicherzustellen.

4.4 Überdruckschutz
• Steigt der Abgabedruck über den zulässigen Bereich, öffnet das zweistufige Hochdruck-Druckbegrenzungsventil und leitet den Volumenstrom vom Druck in den Rücklauf um, wodurch Pumpe, Aktuatoren und Rohrleitungen geschützt werden.
• Führt eine Rücklaufblockierung oder thermische Ausdehnung zu einem Druckanstieg in der Niederdruckkammer, entlüftet das Niederdruck-Überbord-Druckbegrenzungsventil zur Atmosphäre und verhindert so eine strukturelle Überlastung der Behälterhülle.

5. Technische Spezifikationen
Parameter 2,75-L-Modul 4,25-L-Modul
Grundabmessungen 250 × 250 mm 250 × 250 mm
Gesamthöhe 340 mm 470 mm
Trockengewicht ≈ 9 kg ≈ 10 kg
Maximales Flüssigkeitsvolumen 2,75 L 4,25 L
Nenn-Nutzvolumen 2,50 L 4,00 L
Mindest- / Notfallvolumen 1,25 L 1,25 L
Betriebstemperaturbereich −20 °C bis +120 °C −20 °C bis +120 °C
Nennsystemdruck 206 bar 206 bar
Nutzbarer Betriebsdruckbereich 180–220 bar 180–220 bar
Nenn-Saugkammerdruck 2,5 bar(g) 2,5 bar(g)
Prüfdruck – Systemleitungen 310 bar 310 bar
Prüfdruck – Rücklaufleitungen 155 bar 155 bar
Prüfdruck – ND-Behälterkammer 20 bar 20 bar
Berstdruck – Systemleitungen (Auslegung) 525 bar 525 bar
Berstdruck – Rücklaufleitungen (Auslegung) 265 bar 265 bar
Berstdruck – ND-Behälterkammer (Auslegung) 35 bar 35 bar
Nennvolumenstrom durch Druckbegrenzungsventile 25 L/min 25 L/min
Betriebsflüssigkeit MIL-H-5606G Flugzeug-Hydraulikflüssigkeit MIL-H-5606G Flugzeug-Hydraulikflüssigkeit
6. Typische Anwendungen • Primäre Hydrauliksysteme für die Flugsteuerung auf modernen zweimotorigen Hubschraubern und vergleichbaren Luftfahrzeugen. • Nebenhydrauliksysteme für: ▹ Aus- und Einfahren des Fahrwerks ▹ Radbrems- und Feststellbremssysteme ▹ Rettungs- und Lastwinden ▹ Sonar-/Harpunen- und andere Missionsausrüstungswinden • Jede Luftfahrtplattform, die einen kompakten, selbstdruckaufbauenden Hydraulikbehälter mit integriertem Intensivierer und Steuerfunktionen erfordert. 7. Betriebliche Vorteile • Direkter Beitrag zur Flugsicherheit durch die Vermeidung von Pumpenkavitation und Leistungsverlusten der Aktuatoren. • Lagenunabhängiger Betrieb, einschließlich aggressiver Manöver und Negativ-G-Flug. • Hochintegrierte Architektur reduziert externe Rohrleitungen, Leckpfade und potenzielle Ausfallstellen. • Kompakt und leicht im Vergleich zu verteilten Behältern, Akkumulatoren und externen Druckbeaufschlagungssystemen. • Wartungsfreundliches Design: Schnellkupplungsanschlüsse, ein einziger elektrischer Steckverbinder, automatische Filterabsperrung und Verschmutzungsanzeige. • Qualifiziert für raue Umgebungsbedingungen: Vibration, Schock, extreme Temperaturen, Sand/Staub, Vereisung, Feuchtigkeit sowie EMI/EMC-Bedingungen. 8. Prüf- und Qualifikationsansatz Eine umfassende Prüfphilosophie umfasst typischerweise: • Routinemäßige Abnahmeprüfungen an jeder Produktionseinheit: ▹ Druck- und Leckprüfungen ▹ Funktionsprüfungen von Ventilen, Schaltern und Sensoren • Erweiterte Qualifikationsprüfungen an repräsentativen Einheiten: ▹ Ermüdungs- und Dauerlaufzyklen über den gesamten Druck- und Durchflussbereich ▹ Prüf- und Berstdrucktests an Hochdruck-, Rücklauf- und Behältersektionen ▹ Umweltprüfungen: Höhe, Beschleunigung, Vibration, Schock, Salznebel, Pilzbefall, Sand/Staub, Vereisung/Eisregen, Feuchtigkeit, hohe/niedrige Temperaturen und Temperaturschock ▹ EMI/EMC-Konformität mit den elektrischen und avionischen Systemen des Luftfahrzeugs 9. Zusammenfassung Der integrierte hydraulische Flugzeugbehälter mit Intensivierer- und Steuermodul ist nicht nur ein Behälter, sondern ein flugkritisches System zur Aufbereitung und zum Schutz der hydraulischen Leistung. Durch die Kombination aus Reverse-Intensifier-Druckbeaufschlagung, robuster Filtration, umfassender Schutzventiltechnik und integrierter Sensorik in einer kompakten, luftfahrtgeeigneten Baugruppe stellt es sicher, dass das Hydrauliksystem des Luftfahrzeugs über den gesamten Flugbereich hinweg stabil, reaktionsschnell und sicher bleibt. Einfach ausgedrückt ist dies das Modul, das sicherstellt, dass die Rotorblätter den Befehlen des Piloten folgen, Fahrwerk und Bremsen bei Bedarf reagieren und Missionsausrüstung zuverlässig arbeitet – selbst unter den härtesten und dynamischsten Betriebsbedingungen.

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